Informationen für Partner

Notruf lernen.
Leben schützen.

Der erste Notruf, den Kinder realistisch üben können — in der Brandschutzerziehung, im Gespräch mit einer Leitstelle, die ihnen zeigt: Wer anruft, macht alles richtig.

Diese Seite richtet sich an Verbände, Brand- und Sachversicherer und Projektpartner. Sie fasst zusammen, was SIM112 ist, wie es abgesichert ist und worum wir Partner bitten.

Wie die Idee entstand

SIM112 ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern in der Arbeit für das Feuerwehrmuseum Bayern — bei der Suche nach Wegen, Kindern ein überlebenswichtiges Thema so zu vermitteln, dass es auch außerhalb des Museums Bestand hat.

Was tut ein achtjähriges Kind eigentlich, wenn die Leitstelle abnimmt und Fragen stellt, auf die zu antworten es nie geübt hat?

Die Nummer kennen alle. Kinder lernen sie in der Brandschutzerziehung, sie steht an jeder Pinnwand. Was ihnen fehlt, ist die Erfahrung, dass dieses Gespräch ungefährlich ist — und dass sie dabei nichts falsch machen können.

Genau das lässt sich bisher nicht üben. Im Rollenspiel sitzt die ausbildende Person für das Kind sichtbar in unmittelbarer Nähe. SIM112 schafft stattdessen einen geschützten Raum, in dem der Notruf echt wirkt: Das Kind wählt selbst, spricht selbst, und bekommt ausschließlich bestärkende Antworten.

Dass die Anwendung kostenfrei bleiben soll, ist dabei keine Marketingentscheidung, sondern der Kern des Vorhabens. Jeder Preis — auch ein kleiner — entscheidet mit darüber, ob überhaupt geübt wird: Was ein Budget belastet, steht in Konkurrenz zu allem anderen, was eine Einrichtung braucht, und wird dort oft genug gestrichen. Ein Kindergarten in einem Stadtteil mit knappen Mitteln würde als Erster verzichten. Und dort ist der Bedarf am größten.

Alexander Süsse Gründer und Projektleitung SIM112

Was SIM112
ist

SIM112 ist eine Smartphone-Anwendung, mit der Kinder und Jugendliche in der Brandschutzerziehung einen realitätsnahen Notruf führen können: auf einem nachgebildeten Tastenfeld, im Gespräch mit einer KI-gestützten Disponentenstimme, die nach dem Schema der Leitstelle fragt und auf die Antworten eingeht.

Die App läuft dabei ausschließlich auf dem Gerät der ausbildenden Person. Auf den persönlichen Smartphones der Kinder wird nichts installiert, und es besteht zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung in ein Telefonnetz.

SIM112 soll Schulen, Kindertagesstätten, Feuerwehren und Bildungseinrichtungen dauerhaft kostenfrei zur Verfügung stehen — ohne Anschaffungs-, Lizenz- oder Betriebskosten für die Einrichtung. Ein funktionsfähiger Prototyp liegt vor und wurde auf der INTERSCHUTZ 2026 erstmals öffentlich gezeigt.

36Monate getragene Entwicklung und Betrieb — danach trägt sich das Vorhaben aus angrenzenden Anwendungen.
0 €für jede Kita, Schule, Feuerwehr und Bildungseinrichtung — dauerhaft.
1Gerät im Raum: das der ausbildenden Person. Mehr braucht eine Übung nicht.

Warum Üben den
Unterschied macht

Die Wirksamkeit praktischen Notfalltrainings bei Kindern ist wissenschaftlich gut abgesichert. Das seit 2015 von der Weltgesundheitsorganisation unterstützte Positionspapier Kids Save Lives empfiehlt jährliches Notfalltraining an allen Schulen und benennt als eines von vier Kernelementen ausdrücklich das korrekte Absetzen des Hilferufs.

Praktisches Training erzeugt dabei eine deutlich höhere Handlungsqualität als theoretische Vermittlung oder Lehrvideos. Für den Notruf selbst fehlte bislang die praktische Übungsform — SIM112 überführt einen bisher theoretisch vermittelten Ablauf in eine erlebte Handlung.

Sicher für Kinder,
geprüft im Rahmen

Nur das Ausbildergerät

Auf Kindergeräten wird nichts installiert, und es wird zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung in ein Telefonnetz aufgebaut. Ein versehentlicher echter Notruf ist technisch ausgeschlossen.

Ausschließlich positive Rückmeldung

Es gibt keine Bewertung, keinen Abbruch und keine falsche Antwort — nur eine, zu der freundlich nachgefragt wird. Ziel ist der Abbau der Hemmschwelle, nicht die Prüfung.

Ergänzung, kein Ersatz

Die Anwendung übernimmt den praktischen Teil, nicht die pädagogische Arbeit. Die Materialien der Verbände bleiben der didaktische Rahmen, in dem SIM112 eingesetzt wird.

Datenschutz und Rechtsrahmen

Verlässlichkeit

Das Sprachmodell formuliert. Es entscheidet nicht.

Das Kind nimmt die Disponentenstimme als Autorität wahr. Daraus erwächst für uns eine große Verantwortung. SIM112 behandelt das Sprachmodell deshalb nicht als Gesprächspartner, sondern als Sprachschicht über einem festgelegten Ablauf: Der zulässige Verlauf, die erreichbaren Gesprächszustände und alle inhaltlich kritischen Aussagen sind definiert. Ausgaben werden gegen diesen Rahmen geprüft, bevor das Kind sie hört.

Was Partner mitgestalten —
und was sie dafür tragen

Was Partner erhalten

  • Sichtbarkeit am Produkt: Nennung und Logo im Startbereich und auf allen Begleitmaterialien, abgestuft nach Förderhöhe.
  • Sitz im Fachbeirat, der Szenarien, Abfrageschema und didaktische Ausrichtung begleitet.
  • Anonymisierte Kennzahlen zu Einrichtungen, Übungen und erreichten Kindern — ein belastbarer Nachweis geleisteter Präventionsarbeit.
  • Gemeinsame Pressearbeit und Nutzungsrechte an Bild- und Textmaterial für eigene Kampagnen.

Was Partner tragen

  • Entwicklung und Betrieb der ersten 36 Monate — als Sponsoring mit vertraglich definierter Gegenleistung.
  • Aufteilbar auf mehrere Beteiligte; die Gegenleistungen sind in Stufen gestaltet.
  • Verbunden mit der vertraglichen Zusicherung, dass die Anwendung für Einrichtungen kostenfrei bleibt.
  • Dazu die fachliche Begleitung durch vfdb, DFV und die Landesverbände: Qualitätssicherung und Abstimmung der Abfrageschemata.

In drei Jahren soll eine Generation von Kindern eingeschult werden, für die der Notruf kein fremdes Gespräch mehr ist — ermöglicht von den Organisationen, die heute dafür einstehen.

Kontakt

Alexander Süsse

Gründer und Projektleitung

+49 151 11000 200
a.suesse@sim112.de
www.sim112.de